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Der Physik Leistungskurs

Der Lerninhalt eines Physik Leistungskurses:

Grundsätzlich werden die bereits in der 11. Jahrgangsstufe gewonnenen Erkenntnisse über Sachverhalte wie das Gravitationsgesetz, lineare und krummlinige Bewegungen, Newtonsche Gesetze, Wellen und Erhaltungssätze vertieft. Zusätzlich wird die Mathematik stärker in den Unterricht und die Aufgaben mit einbezogen.

Die 12. Klasse beinhaltet die Lehre über das elektrische und magnetische Feld. Weiter werden Schwingungen und Wellen erweiternd behandelt. Dem folgt eine Annäherung an die Relativitätstheorie oder die Wärmetheorie. Dies liegt entweder im Ermessen des Lehrers oder dem Willen der Kollegiaten.

Die 13. Klasse befasst sich mit der Quantenphysik, der Atomhülle und den Atomkern. Elementarteilchenphysik und Kerntechnik sind zusätzlich Teil des Kurses.

Voraussetzungen für eine Erfolgreiche Teilnahme am Kurs:

Da im Physik Leistungskurs vermehrt auf höhere Mathematik zurückgegriffen wird sind gute Kenntnisse sowie Spaß an der Mathematik äußerst notwendig für eine erfolgreiche Teilnahme am Kurs.

Weiter sollte das Lösen von Problemen und die genaue Betrachtung von physikalischen Sachverhalten dem Schüler nahe liegen. Solche Betrachtungen werden in verschiedensten, vom Schüler selbst durchgeführten, Experimenten erarbeitet. Außerdem sollte der Schüler aus solchen Experimenten eigene Schlüsse ziehen können. Trotzdem werden viele Dinge nicht einfach vorstellbar sein, sondern abstrakten Gesetzen gehorchen.

Auf jeden Fall muss man sich bewusst werden, dass durchschnittlich mehr Leistung erbracht werden muss, um die in der 11. Klasse erhaltenen Noten zu halten. Somit sollte für die Schule viel mehr Zeit aufgebracht werden, doch dies muss für den Schüler ab der Kollegstufe weniger Pflicht als eigenes Interesse sein.

Unterschiede zum Physik Grundkurs:

Im Grundkurs wird ein großes Thema des Leistungskurses nicht behandelt. Zusätzlich werden Physikalische Phänomene im Leistungskurs weitaus genauer betrachtet und mathematisch exakter beschrieben.

Der Leistungskurs erwartet vom Kollegiaten, dass er durch verschiedenes Probieren zur Lösung kommt. Hierfür soll der Schüler auf diverse Lösungswege zurückgreifen. Beispiele hierfür wären die graphische Darstellung, mathematisches Errechnen aus bekannten Gesetzen und die Dimensionsanalyse. Der Grundkurs verlangt weniger Eigenengagement, ist dennoch nicht zu unterschätzen.

Fazit:

Der Physik Leistungskurs ist, wie man so schön sagt, kein Zuckerschlecken. Doch wenn man wirklich Interesse hat, mathematisch einigermaßen Fitt ist und bereit ist etwas zu lernen bzw. zu verstehen, so steht einem im Grunde genommen nichts im Wege. Durch einige Experimente wird der Unterricht aufgelockert, doch man muss sich, je nach Bundesland und zuständigem Ministerium, auf 4 bis 5 Stunden Physik wöchentlich einstellen. Mit einem erfolgreich abgeschlossenen Physik Leistungskurs stehen einem so gut wie alle Türen im Studium offen (Egal ob Physik oder sogar Chemie - speziell zum Beispiel Bauingenieur). Leider zählen bei der Aufnahme an eine Universität meist nicht die Leistungskurse sondern die Gesamtnote im Abitur.

Auch während des Studiums lässt sich der eine oder andere Euro mit Physik Nachhilfe verdienen. Da viele Leute mit dem Fach Physik ihre Schwierigkeiten haben, gibt es hier immer eine rege Nachfrage nach Physik Nachhilfe Lehrern.